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    Evidenzbasiertes Neurofeedback - nichtinvasive Behandlungsmethode für neuropsychiatrische Störungen (S-08)

    25.10.19 | 14:45 – 15:30 Uhr

    Art der Veranstaltung
    Kongressseminar
    Veranstaltungsort:
    Marseille 1
    Kategorie:
    Ergotherapie
    Zielgruppe:
    Ergotherapeuten
    Referent:

    neuroCare Group GmbH
    Frau Dr. Ines Mynttinen

    Agenda:

    Neurofeedback gehört zu den nicht-invasive Methoden der Neuromodulation. Es zielt darauf ab, die Regulationsfähigkeit des Gehirns so zu beeinflussen, dass auch bei komplexen neuropsychologischen Störungsbildern nachhaltige Verbesserungen der Funktionalität erreicht werden können. Über einen Computer erhalten die Patienten Rückmeldung über die normalerweise nicht wahrnehmbare Gehirnaktivität. Durch operantes Konditionieren können sie lernen, diese willentlich zu verändern und situationsgemäß anzupassen, so dass die Kernsymptome der Störung gemildert oder vermieden werden können. Da es sich um ein Fertigkeitslernen handelt, bleiben die positiven Effekte nach Abschluss der Behandlung häufig bestehen oder verstärken sich sogar noch.

    Gleichzeitig wurden in den Studien wie auch in der Praxis nur gelegentlich leichte, vorübergehende Nebenwirkungen festgestellt.

    Eine Reihe wissenschaftlicher Publikationen haben die Wirksamkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit dieser Neuromodulationsmethode belegt. Derzeit gilt Neurofeedback für ADHS und Epilepsie als evidenzbasiert. Die wissenschaftlichen Fachgesellschaften haben deshalb die folgenden Protokolle in ihre S3-Leitlinie zur Behandlung von ADHS aufgenommen:

    • Neurofeedback der langsamen kortikalen Potentiale (SCP-Neurofeedback),
    • Neurofeedback der Theta-Beta-Ratio (Frequenzband-Neurofeedback),
    • Neurofeedback des sensomotorischen Rhythmus (SMR-Neurofeedback).

    Dieser Vortrag widmet sich diesen evidenzbasierten Methoden. Wir erläutern kurz die neurophysiologischen Grundlagen, stellen die evidenzbasierten Protokolle vor und geben einen Überblick über die Studienlage. Abschließend erklären wir die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für den Einsatz in der therapeutischen Praxis.

    Darüber hinaus beleuchtet der Vortrag die große Bandbreite an Behandlungsprotokollen, die mittlerweile am Markt beworben werden, wie z. B. bei Schlafstörungen, Suchtkrankheiten, autistischen Störungen, verschiedenen Schmerzen, Depressionen und mehr. Anhand der neuesten Studiendaten nehmen wir diese Versprechungen unter die Lupe und schildern, wofür Neurofeedback gut geeignet scheint und wo die Grenzen liegen.

    Zertifizierung

    Für den Besuch des Kongressstranges Ergotherapie werden pro Tag 6 Fortbildungspunkte vergeben.

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