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    Humanisierende heilende Praxis: Ergotherapie mit der Gesellschaft (WS-02)

    25.10.19 | 10:00 – 11:30 Uhr

    Art der Veranstaltung
    Kongressworkshop
    Veranstaltungsort:
    Marseille 1
    Kategorie:
    Ergotherapie, Prävention
    Zielgruppe:
    Krankengymnasten, Physiotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister, Ergotherapeuten, Sporttherapeuten, Trainer und Übungsleiter Reha- und Gesundheitssport
    Teilnehmer-empfehlung

    Juniorclass

    Referent:

    University of Cape Town
    Herr Dr. Frank Kronenberg

    Agenda:

    Basierend auf der Prämisse, dass Menschen ihre Gesundheit durch ihr Handeln beeinflussen können, wurde die Ergotherapie 1917 in den Vereinigten Staaten von Amerika gegründet. Die ersten Populationen womit ErgotherapeutInnen arbeiteten waren Gemeinschaften von mittellosen Emigranten (heutzutage hätten wir sie vielleicht als Flüchtlinge betrachtet) und Menschen mit geistigen Einschränkungen. Anschließend wurde das Berufsfeld auf verletzte Soldaten, die aus dem ersten und zweiten Weltkrieg zurückkamen, ausgedehnt. 1952 wurde der Weltverband der ErgotherapeutInnen gegründet, der von ursprünglich 10 auf 101 Mitgliedstaaten anwuchs. Klassische Ergotherapie verkörperte lange Zeit überwiegend institutionsbasierte, medizinisch- und gesundheitsmarkt-geprägte Praktiken. Sie fokussierte hauptsächlich darauf, einzelne KlientInnen mit medizinischen Diagnosen (physisch, kognitiv oder psycho-sozial) zu Funktionen des täglichen Lebens, wie der Selbstfürsorge, der Produktivität oder der Freizeit zu befähigen. Jedoch über ein Jahrhundert später wird in dem globalen Süden, das heißt an den Peripherien unserer ‘globalen Welt‘, die Ergotherapie quasi neu erfunden und politisch neu positioniert, indem sich ihr Hauptanliegen zu der Frage hin verschoben hat, ´wie wir als Gemeinschaften lokal und global unser alltägliches Wohlbefinden durch gemeinsames Handeln gestalten können´.

    Dieser Workshop basiert hauptsächlich auf einer Doktorarbeit (Kronenberg, 2018), die den entmenschlichten gesellschaftlichen Zustand von Südafrika nach 1994 als Beispiel nahm. Der Moderator erarbeitet Möglichkeiten, wie die Ergotherapie eine Praxis der Humanisierung und Heilung tief gewalttätiger, gespaltener und verletzter menschlicher Beziehungen schaffen kann.

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