Kongress

S-04 - Herausforderung: Schmerzedukation mit chronischen Schmerzpatient*innen

Ein Rezeptbuch gibt es nicht, aber wie wäre es denn hiermit?

Kurzbeschreibung

Grundlagenseminar (ohne Vorkenntnisse)
2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Aufklärung von Patient*innen über die Entstehung sowie die Ursache für Schmerzen (Schmerzedukation) ist „en vogue“. Zurecht, denn die Menge an Studien, die die positiven Effekte darstellen wächst und rechtfertigen den Stellenwert dieser Intervention. Schmerzedukation funktioniert und das nicht nur bei Menschen mit persistierenden Schmerzen. Auch im perioperativen Setting und bei spezifischen Krankheitsbildern zeigen sich Effekte auf u.a. Kinesiophobie und Katastrophisierung. Schmerzedukation ist nicht als alleinige Maßnahme gedacht, sondern muss mit anderen Evidenz-basierten Interventionen kombiniert werden – hier spielt Aktivität eine besondere Rolle. Wenn wir unsere Patient*innen aufklären wollen, dann ist ein positiver Einstieg für beide Seiten von Bedeutung, ansonsten können die Patient*innen sich missverstanden oder nicht ernst genommen fühlen und für die Therapeuten wird es unangenehm. „Glauben Sie, dass das alles nur psychisch ist und ich mir das nur einbilde“ – so könnte eine Patient*innenaussage klingen, wenn die Edukation nicht gut gelungen ist. Aber warum? Nun – nur weil ich jemanden beim Jonglieren beobachte, bedeutet dies nicht, dass ich hinterher jonglieren kann! Schmerzedukation will geübt werden und dafür macht es Sinn, einen geschmeidigen, sinnvollen und patienten-zentrierten Einstieg zu haben. Die Teilnehmer*innen erlernen eine einfache Strategie, um in der Therapie von Patient*innen mit persistierenden Schmerzen, mit der Schmerzedukation zu beginnen. Die Vorgehensweise ist einfach und Gewinn bringend für beide Seiten – die Patient*innen und die Behandler*innen.

Referent:

Michael Richter
Physiotherapie Am Michel