Kongress therapie HAMBURG - Seminar

Förderung der körperlichen Aktivität von Patient*innen im Krankenhaus aus interprofessioneller Sicht der Beschäftigten (S-25)

Kurzbeschreibung

Einstiegsseminar / Fortbildungspunkte: 1

Beschreibung

Hintergrund:

Bewegung und körperliche Aktivität haben vielfältige positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Psyche, auch im Akutkrankenhaus. So erleben Patient*innen weniger negative Nebenwirkungen der Erkrankung bzw. der Therapie und profitieren von der empowernden, sozialen und motivierenden Funktion. Außerdem ist ein höherer Level an körperlicher Aktivität im Krankenhaus negativ korreliert mit der Länge des Krankenhausaufenthaltes. Allerdings sind viele Patient*innen im Krankenhaus über alle Altersgruppen hinweg nur an maximal 35% der Tage ihres Krankenhausaufenthaltes körperlich aktiv. Die Gründe, warum Patient*innen im Krankenhaus nicht hinreichend aktiv sind, sind noch nicht ausreichend verstanden. Die qualitative Studie geht daher der Frage nach welche Sichtweise Physiotherapeut*innen, Ärzt*innen und Pflegenden auf körperliche Aktivität von Patient*innen im Krankenhaus haben.

Methode:

In semi-strukturierten Fokusgruppen in einem deutschen Universitätsklinikum werden nach Berufsgruppen getrennt die Themenkomplexe Förderfaktoren und Barrieren, Maßnahmen und Strategien der Bewegungsförderung sowie Rollen der einzelnen Professionen angesprochen. Nach Transkription erfolgt die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) im Sinne eines induktiven Vorgehens. Das Projekt wurde durch die Ethikkommission des Deutschen Verbands für Physiotherapie begutachtet (Nr. 2019-08) und bei dem Deutschen Register Klinischer Studien registriert (DRKS00019810).

Erwarteter Erkenntnisgewinn:

Die Studie soll Strategien und Maßnahmen identifizieren, die potentiell geeignet sind um die körperliche Aktivität von Patient*innen im Krankenhaus zu beeinflussen. Es wird erwartet, dass die entwickelten Ideen auf unterschiedlichen Ebenen und Zeithorizonten angelegt sein werden, woraus eine einheitliche Strategie mit konkreten Handlungsempfehlungen erarbeitet werden könnte. Neben der eigenen Institution sollen auch anderen Einrichtungen von den Ergebnissen profitieren.

Referent:

Dr. Susanne Klotz
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf