Raus aus dem Altersdenken – rein in den Lebenszyklus (S-07)

Stellen- und laufbahnbezogene Lebenszyklen und die Personal-Matrix als Fundament moderner Fach- und Führungskräfteentwicklung

13:00 - 14:30 Uhr Fr. 06. Nov.

Kurzbeschreibung

2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Hintergrund
Fachkräftemangel, Arbeitsunzufriedenheit und Berufs-Flucht beschäftigen uns täglich. Das ganzheitliche Konzept der lebenszyklusorientierten Personalentwicklung liefert einen Lösungsansatz mit dem Ziel, die persönliche und Einrichtungs-Perspektive anzunähern. Jede Person durchläuft den biosozialen, familiären, beruflichen, laufbahn- und stellenbezogenen Lebenszyklus. Die einzelnen Lebenszyklen lassen sich nicht trennscharf voneinander abgrenzen. Dennoch ist im Kontext von Personalgewinnung, -pflege und -entwicklung vor allem der stellen- und laufbahnbezogene Lebenszyklus bedeutend. Bedürfnisse und Skills von Einsteigern werden in dem Konzept ebenso berücksichtigt wie die erfahrener Teammitglieder, Karriere wird auch horizontal und als Sinus gedacht, Förderung bezieht sich auf alle statt vornehmlich auf High Potentials und Talente. Die Führungskraft selektiert nicht, sondern schafft Möglichkeiten, identifiziert Fähigkeiten als Ressourcen und fordert Bereitschaft zum lebenslangen Lernen und Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit ein, um die Existenz der Einrichtung zu sichern.
Problemstellung
Untersuchungen zeigen, dass die Prognosekraft der Lebenszyklus-Phasen (Einführung, Wachstum, Reife, Sättigung, Austritt) der Variable Alter als Prädiktor weit überlegen ist.
Die Unzufriedenheit mit der Arbeit und die Fluktuation, mindestens aber die Wechselabsicht mit der Gefahr der inneren Kündigung, nehmen dann zu, wenn sich Mitarbeitende der Sättigungsphase nähern. Je weiter die Mitarbeitenden im stellen- und laufbahnbezogenen Zyklus voranschreiten, desto weniger ausgeprägt erfahren sie „individuelle Berücksichtigung“, „Wertschätzung“ oder „Lernförderung und Personalentwicklung“. Ein wesentlicher Hinderungs- bzw. Ablehnungsgrund zur Teilnahme an Qualifikations-Maßnahmen ist vor allem die mangelnde Orientierung am Bedarf der Mitarbeitenden in der Reife- und Sättigungsphase.
Nach dem Konzept entsprechen die Arbeits- und Entwicklungsbedingungen prinzipiell den Bedürfnissen unterschiedlicher Lebensstile anstatt Generationen. Zum langfristigen Erhalt der Leistungsfähigkeit, -bereitschaft und –möglichkeit dient ein umfassendes, betriebliches Gesundheitsmanagement.
Ziele des Workshops sind daher, das ganzheitliche Konzept zu kennen, die Denkhaltung dieses Konzeptes zu verstehen sowie ausgewählte Instrumente zur Konzeptumsetzung praktisch anzuwenden.
Methodik
Der Beitrag führt mit theoretischen Mikro-Impulsen zum Konzept ein und stellt betriebswirtschaftliche Bezüge her. Punktuell erfolgt der Transfer als Kleingruppen-/ Tandemarbeit auch unter Einbindung konkreter, praktischer Instrumente.
Ergebnisse
Die Kenntnis der jeweiligen Perspektive, die sich im Laufe einer Anstellungszeit auch mehrmals ändert, ist sowohl für die Führungskraft als auch für die Fachkraft bedeutend. Um tatsächlich gezielt Personalentwicklungs-Maßnahmen zu planen und umzusetzen, kann die Personal-Matrix unterstützen. Auf Basis der Analyse werden phasenbezogene Maßnahmen abgeleitet und gesteuert.

Referent:in

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

HMC - Kopenhagen 1 (ZG B3)

Adresse
Bei den Kirchhöfen 1 20355 Hamburg