Der Einfluss des visuellen Systems auf Nackenbeschwerden (S-21)

Wie Augen und Nacken zusammenhängen – neurozentrierte Diagnostik und Intervention für die Praxis

12:30 - 14:00 Uhr Sa. 07. Nov.

Kurzbeschreibung

2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Nackenbeschwerden gehören zu den häufigsten Gründen für eine physiotherapeutische Behandlung. Mobilisation, Kräftigung und manuelle Techniken zeigen oft kurzfristige Effekte, doch bei vielen Klienten kehren die Beschwerden immer wieder zurück. Ein möglicher, häufig übersehener Einflussfaktor ist das visuelle System.
Das visuelle System liefert einen Großteil unserer sensorischen Informationen und steht in enger Verbindung mit der posturalen Kontrolle. Über neuronale Verschaltungen im Hirnstamm beeinflussen Augenbewegungen und visuelle Verarbeitung direkt die Aktivierung der Hals- und Nackenmuskulatur.
Visuelle Überlastung, eingeschränkte Augenbeweglichkeit oder Defizite in der visuellen Stabilisation können somit eine relevante Rolle bei persistierenden Nackenbeschwerden spielen.
Der Workshop vermittelt die neurophysiologischen Grundlagen der Verbindung zwischen Augen, Kopf- und Nackenmuskulatur und zeigt, wie sich diese Zusammenhänge klinisch nutzen lassen. Im Fokus stehen praxisnahe Tests, um Veränderungen objektiv nachvollziehbar zu machen.
Darüber hinaus werden konkrete Interventionen aus dem visuellen Training vorgestellt, die sich unmittelbar in bestehende Therapie- und Trainingskonzepte integrieren lassen.
Der Vortrag richtet sich an Therapeutinnen und Therapeuten, die Nackenbeschwerden nicht ausschließlich lokal betrachten möchten, sondern systemischer denken und arbeiten wollen. Er bietet eine strukturierte Erweiterung klassischer Konzepte und eröffnet neue Perspektiven für stagnierende oder komplexe Fälle.

Referent:in

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

HMC - Kopenhagen 1 (ZG B3)

Adresse
Bei den Kirchhöfen 1 20355 Hamburg