Therpeutisches Yoga im Kontext evidenzbasierter Therapiestrategien (S-18)

Über Struktur, Funktion und Selbstwirksamkeit

10:00 - 11:30 Uhr Sa. 07. Nov.

Kurzbeschreibung

2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Therapeutisches Yoga gewinnt immer mehr an Bedeutung als wertvolle Ergänzung zu evidenzbasierten Therapieansätzen. Anders als bei allgemeinen Yogastilen steht hier die individuelle und zielgerichtete Anwendung im Mittelpunkt – basierend auf den neuesten Erkenntnissen aus Schmerzforschung, Neurophysiologie und Bewegungswissenschaft.

In diesem Vortrag wird erörtert, wie gezielte Reize, durchdachte Belastungssteuerung und bewegungsorientierte Wahrnehmungsarbeit Anpassungsprozesse sowohl auf struktureller als auch auf neuronaler Ebene fördern können. Das biopsychosoziale Modell betrachtet Bewegung dabei nicht nur als mechanische Einwirkung, sondern als Weg, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Geweben, Nervensystem und persönlichem Erleben zu steuern.

Der Fokus verlagert sich von einer reinen Symptombehandlung hin zu einer Stärkung der Selbstregulation und Selbstwirksamkeit. Die Patient:innen werden nicht außschließlich behandelt, sondern auch dazu befähigt, sich neu kennenzulernen und aktiv an ihrer eigenen Genesung mitzuwirken.

Anhand praktischer Beispiele wird gezeigt, wie Therapeutisches Yoga in einem klinischen Umfeld eingesetzt werden kann und welche Möglichkeiten sich durch interdisziplinäre Zusammenarbeit – insbesondere mit physiotherapeutischen Ansätzen – eröffnen.

Dieser Vortrag richtet sich an Therapeut:innen, die die Bewegungsförderung differenziert, wissenschaftlich fundiert und zugleich ressourcenorientiert gestalten möchten.

Referent:in

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

HMC - Kopenhagen 3 (ZG B3)

Adresse
Bei den Kirchhöfen 1 20355 Hamburg